BÄRnds bärige Musikseite



  • Starszene 70' - Starszene 80'/90'
  • Musikalische Erinnerungen

    Schon in frühester Kindheit hat mich die Musik geprägt. In meinem Geburtsjahr entstanden in Deutschland so schöne Lieder, wie

    Die Musik aus der "neuen Welt" blieb mir seinerzeit weitestgehend verborgen. Rock'n Roll wurde von meinen Erzeugern als "Negermusik" abgetan, die BEATLES als "Langhaarige" verhöhnt. Pop-Klassiker, wie

    beide ebenfalls in meinem Geburtsjahr erstmalig zu Gehör gebracht, entdeckte ich erst Jahre später.

    Als Dreikäsehoch trällerte ich

    Schlager, die BÄRenstark aus dem Röhrenradio klangen, welches oben auf dem Wohnzimmer-Buffet stand. Meist war das 1. Programm des Süddeutschen Rundfunks eingestellt. Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen, an die vormittägliche Hausfrauensendung "Mit Musik geht alles besser", moderiert von - nein damals sprach man noch von einem Ansager - angesagt von Hermann Haarmann.
    Fernsehen gab es bei uns nicht. Trotzdem bin ich Einzelkind geblieben - was haben meine Eltern bloß abends getan?

    Das Kapitel Schule, welches auch für mich im zarten Alter von 6 Jahren aufgeschlagen wurde, bedarf keiner besonderen Erwähnung: Grundschule, Gymnasium, Abi, Beruf - das übliche Programm.

    Anno domini 1970 schafften meine Eltern den ersten Fernseher an. Und was interessierte mich am meisten?

    Na klar, die D. T. Heck und Heino ZDF-Hitparade, bei der "Rainer-fahr-ab" D.T.H. an der Bandmaschine bei Rainer Dieter "Thomas" Heck, seit dem 18. Januar 1969 allmonatlich die Schlagerfreunde so oder ähnlich begrüßte:

    "18 Uhr, 1 Minute und 12 Sekunden! Guten Abend! Hier ist - BÄRlin!!"

    (Noch heute trage ich Trauer um diese Kultsendung, die nach etwas mehr als 30 Jahren am 16.12.2000 leider zum letzten Mal über die deutschen Bildschirme flackerte. Heftige Zuschauerproteste wurden vom damaligen Unterhaltungschef des ZDF, Viktor Worms, leider überhört.)

    Allgemeine Infos zur Kultsendung

    Nahezu zeitgleich zum Fernseher der Eltern bekam ich meinen ersten Schallplattenspieler geschenkt. Meine ersten beiden Langspielplatten, die ich mir dazu aussuchte, waren "Das Festkonzert der Volksmusik"  und "Schlager '70". Bald sammelten sich auch eine Reihe von Heino-LPs an. HEINO war damals (und ist bis heute mit seinen alten Liedern) einer meiner Lieblingsinterpreten.
    Später gab es samstags bei disco mit Ilja Richter einen ständigen Kampf mit meinem Vater, der zum einen lieber die Sportschau sehen wollte und zum anderen - naja, ich sage nur noch einmal "Negermusik"...

    Durch meinen Freund Dieter Müller alias "hemul" wurde ich im Laufe der Zeit auch an andere Musik herangeführt; doch weder die Musik aus dem Musical "Jesus Christ Superstar", noch Rocklegenden, wie "Deep Purple" und "Crosby, Stills, Nash & Young" konnten mich so recht begeistern. Allerdings besaß Dieter auch einige Single-Schallplatten von The SWEET. Und somit entwickelte ich einen recht gegensätzlichen Musikgeschmack, der sich bis heute erhalten hat.

    Von den diversen Geldgeschenken, die anlässlich meiner Konfirmation bei mir eintrudelten, kaufte ich mir meinen ersten tragbaren Cassettenrekorder und begann, mir die Musik nach meinem eigenen Gusto und aus den Rundfunksendern meiner Wahl zusammenzustellen.

    Ich hörte damals regelmäßig die Sendungen "Die Schlagerskala" (SDR 1) mit Günter Freund am Montagabend, danach um 21:00 Uhr aus der Reihe "Aus Studio 13 - dem Studio für Kriminalisten" häufig das Kriminalhörspiel.

    Das Highlight eines jeden Mittwochabends war das große Wunschkonzert "Vom Telefon zum Mikrofon" (Peter Moesser - Happy Time) (SWF und SDR 1) von 20:20 Uhr bis Mitternacht.

    Donnerstags war "Die internationale Hitparade" (Altona - Überlandfahrt) mit Werner Reinke (HR 1) angesagt. Gibt es eigentlich noch Werner Reinkes "SWEET"-Fanclub auf Madagaskar??? Rundfunksprecher, insbesondere bei Hitparaden sollten sich ja eigentlich neutral verhalten, Herr Reinke konnte seine Aversionen gegen die Popgruppe "The SWEET" jedoch nie im Zaume halten.

    Am Samstagnachmittag waren gleich zwei Pflichtsendungen dran: Zuerst um 14:00 Uhr "Die deutsche Schlagerparade" (James Last - Amboßpolka) mit Dieter "Thomas" Heck, auf der Europawelle Saar, die ich nur über Mittelwelle empfangen konnte. Hier führte ich, da ich schon keine qualitativ guten Mitschnitte machen konnte, jede Woche akribisch Buch. Die schriftlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 06/1973 bis 11/1977 besitze ich heute noch und hüte sie als kostbaren Schatz.

    Auf den folgenden Seiten kann man die Schlager von vor fast 40 Jahren nocheinmal aufgelistet sehen:

    Deutsche Schlagerparade mit D. T. H. - Flashback 1973
    Deutsche Schlagerparade mit D. T. H. - Flashback 1974


    Am 16.06.1973, dem ältesten Datum meiner Buchführung, belegte mein damals absoluter Lieblingssänger Platz Numero eins:
    Im Anschluss an diese Kultsendung des deutschen Schlagers schaltete ich um zu "Das deutsche Schlagerlotto" auf HR 1 (später HR 4).

    Und Sonntags um 14:00 Uhr bot sich der nächste Kunstgenuss: "Die Hitparade mit Frank" (Ken Jones und sein Orchester - Jubilee) auf Radio Luxemburg. Frank war kein geringerer als Frank Elstner, der bei Radio Luxemburg seine Karriere begann. Und die Sendung war nur über Kurzwelle zu empfangen. Für heutige Verhältnisse eigentlich unanhörbar. Trotzdem ließ ich kaum eine Sendung aus.

    Meine "radio-aktive" Phase ging in den späten 70ern zu Ende, also zu der Zeit, als ich begann auch andere Freuden des Lebens zu entdecken und zu genießen. Bis heute jedoch sind Namen, wie ABBA, Gaby Baginsky, Bay City Rollers, Bernd Clüver, ELO, Flippers, Rex Gildo, Heino, Michael Holm, Bata Illic, Peter Orloff, Chris Roberts, Rubettes, Sailor, Smokie, Status Quo, Tina York und viele andere Musik in meinen Ohren.

  • Stars der 70er Jahre - Ihre echten Namen, sowie Geburtstage und -orte
  • Stars der 80er und 90er Jahre - Ihre echten Namen, sowie Geburtstage und -orte

  • Ein musikalisches Großereignis war und ist seit jeher der jährlich wiederkehrende

    Grand Prix Eurovison de la Chanson, heute als European Song Contest (ESC) bekannt
    und schon längst seinen Charme für mich verloren.

    Zwei Jahreszahlen sind mir hierzu in sehr lebhafter Erinnerung:

    Ans Jahr 1981 habe ich ebenfalls eine unauslöschliche musikalische Erinnerung. Aus Holland kam eine simple kleine Melodie herüber nach Deutschland: Der "Vogeltjesdans" oder "Dance Little Bird". Hierzulande besser bekannt als der Original Ententanz mit den Electronica's. Beim heimatlichen Pfälzer Weinfest, dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt, tanzte ich im Festzelt zum ersten Mal mit meiner heutigen Frau zu den Klängen dieser Melodie.
    Der deutsche Schlager
    lässt mein Herz auch heute noch höher schlagen.

    Meine Lieblings-Stars der Neuzeit sind unter anderem Kristina Bach, Andrea Berg, Brunner & Brunner, Helene Fischer, Die Flippers, Michelle, Wolfgang Petry oder Frank Petersen, ein Schlagersänger aus meiner pfälzischen Heimat, genau wie die "Anonyme Giddarischde".


    Schlager und Politik, die sagen nicht ade -
    eine kritische Betrachtung des Buches "Schlager lügen nicht/Andre Port le roi"
    von Christine Wagner © by "www.igmedien.de"



    Aber immer wieder gerne höre ich die Original-Hits der 70er Jahre. Das meiste aus dieser Zeit habe ich inzwischen auf CDs in lupenreiner digitaler Klangqualität erworben. Außerdem bin ich noch immer dabei, meine recht umfangreiche Sammlung an Vinyl-Platten selber auf CD zu brennen. Doch diesem Thema widme ich eine eigene Seite innerhalb dieser Homepage.

    Ab 1987 hat bei mir sozusagen das digitale Zeitalter begonnen. Ich habe mir einen CD-Spieler und von da ab fast nur noch CDs als Tonträger gekauft. Doch einige Schätzchen aus der analogen Zeit habe ich bisher noch nicht in Original-digitalsierter Form gefunden, so dass ich diese in Eigenarbeit quasi-digitalisieren muss. Und bei e-bay wird auch noch heutzutage von mir manch rare Single ersteigert und anschließend digital bearbeitet.