Migräne - Das Gewitter im Kopf

Persönliche Erfahrungen


Migräne oder Kopfschmerz - das ist hier die Frage?

Wenn Sie ein- oder mehrmals mit JA geantwortet haben, dann kann dies bereits bedeuten, dass Sie unter Migräne leiden. Wenn Ihre Beschwerden bisher noch nicht ärztlich abgeklärt wurden, sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen.
Professionelle Infos unter
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
Deutsche Migräneliga

Auslösende Faktoren herausfinden

Die Auslöser eines Migräneanfalls nennt man Triggerfaktoren. Diese können unterschiedlicher Natur sein. Die meisten Patienten kennen Ihre persönliche Triggerfaktoren. Vor allem können einen Anfall auslösen.
Bei mir persönlich sind es außer den Vorgenannten vor allem

Persönliche Therapie

Ich leide seit meiner Kinderzeit an Migräne, offenbar genetisch bedingt. Während der Schulzeit war ich an einigen Tagen "außer Gefecht gesetzt", doch was besonders schlimm war, gerade an den Wochenenden, an denen mein Körper und Geist auf Entspannung hofften, wachte ich besonders häufig bereits mit den Schmerzen im Kopf auf.
Im Erwachsenenalter war ich lange Zeit der Meinung, da Migräne ohnehin nicht heilbar ist, ich müsse deshalb auch keinen Arzt konsultieren. Stattdessen behandelte ich mich selbst mit der Einnahme von Acetyl-Salizylsäure (ASS), der Wirkstoff des Markenproduktes ASPIRIN, der jedoch auch unter der Bezeichnung ASS von anderen Herstellern in der Apotheke frei käuflich ist. Üblicherweise enthalten ASS-Präparate jeweils 500 mg Wirkstoff pro Tablette. ASS-Präparate halfen mir stets nur, wenn ich sie sofort bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls bei der Hand hatte und einnehmen konnte. Doch häufig war dies nicht der Fall, so dass ich häufig unter Beschwerden litt, die mich auch beruflich sehr behinderten.
Schließlich suchte ich doch einen Arzt auf, der mir schließlich sagte, dass bei Migräne mindestens 1000 mg ASS eingenommen werden müssen, um wirksam zu sein. Mit dieser Dosierung kam ich in der Tat wesentlich besser zurecht. Doch darüberhinaus verschrieb mir mein Arzt für schwere Attacken ein Präparat aus der Substanzklasse der Triptane.
Mit diesem Mittel werden meine Beschwerden sehr rasch gelindert. Die Wirkungszeit beträgt, je nach Schwere und Fortschritt des Anfalls zwischen 15 Minuten und etwa einer Stunde. Bei ASS warte ich in der Regel 2 - 3 Stunden auf eine Besserung meines Wohlbefindens.

Eine wesentlicher Fakt ist die Vermeidung der Triggerfaktoren, so weit dies möglich ist.
Sport: Ich meide beispielsweise, getreu dem Motto Sport ist Mord, jegliche Art von körperlich anstrengender sportlicher Betätigung. Ausdauersportarten, wie Langstreckenlauf und Jogging oder Ballsportarten, wie Fußball, Hockey etc. also Sportarten, bei denen intensive Laufarbeit gefordert ist, sind absolut tabu. Radfahren oder Schwimmen ohne Leistungsdruck oder Gymnastische Übungen sind durchaus möglich.
Alkoholkonsum: Eine Flasche Bier (0,5 Liter) war in aller Regel schon ausreichend, um 2 - 3 Stunden später einen Migräneanfall auszulösen. 0,3 Liter Bier oder ein Viertel Liter Wein, genüsslich zu einem Essen getrunken, sind kein Problem. Ein Verdauungsschnaps als einziges alkoholisches Getränk zu einem opulenten Mahl ist ohne Reue möglich.

Seit etwa Mitte meiner 50er Lebensjahre scheint sich das Problem von alleine gelöst zu haben, da ich seither nur noch ganz selten unter Migräneattacken leide. Was beweißt, auch Männer haben Wechseljahre.